— ZANT.AT — Durchgezappt XL – Ahoi, ihr Landratten

Ein Bericht von Mark Wamsler und Daniel Zant

Arrrr! Willkommen auf der Bark des RETURN-Magazins. Gerne nehmen wir euch Landratten mit auf eine kleine Entdeckungsreise in die Weiten der Weltmeere, wo Legenden geboren wurden. Hier gibt es einiges zu erleben, außerdem stellen wir ein paar berühmte Piraten und Computerspiele mit Piratenthematik vor. Aber dass mir ja keiner eine Meuterei anzettelt. Also, Segel gesetzt, den Grog gehoben und mit gegrölt:
15 Zeilen pro Spiel für diese Liste
Yo Ho Ho und ne Buddel voll Rum
Schnaps stand stets in des Redakteurs Kiste
Yo Ho Ho und ne Buddel voll Rum.

ABENTEUER AUF DER RAUEN SEE

Wie eingangs schon erwähnt, gibt es in einem kurzen Piratenleben viel zu erleben und folgende Spiele sind das passende Beispiel dafür, wie es ist, Pirat zu sein und die Welt zu entdecken – jedes auf seine eigene Art.

SKIES OF ARCADIA (2000 – DREAMCAST)

Warum Piraterie zu Wasser, wenn es auch zu Luft geht? Gemäß diesem Motto nimmt man in seinem fliegenden Kutter Platz und erforscht die fantastische Welt der schwebenden Inseln von Arcadia. Hat man mit seinem Luftschiff an eine der Inseln angedockt, geht es für die Helden Vyse, Aika und dem Rest der guten Truppe per pedes weiter, um – typisch für ein japanisches Rollenspiel – Städte und Dungeons zu erkunden. Highlight des Spiels sind allerdings die Luftschiffkämpfe, bei denen man mit seinem Kahn anderen Schiffen eine massive Breitseite gibt. Diese rundenbasierten Scharmützel erfordern einiges an Taktik, die Inszenierung ist spannend gehalten und es befriedigt ungemein, wenn man als Sieger die Schlacht verlässt. Was das Studio Overworks hier auf den Bildschirm zaubert, ist wahrlich als zauberhaft und stimmig zu bezeichnen. Ein Tipp für jeden Dreamcast- oder Gamecube-Besitzer, der japanischen Rollenspielen generell nicht abgeneigt ist.

PIRATES! (1987 – C64, AMIGA, ATARI ST, APPLE II, MS-DOS, NES, MEGA DRIVE)

Preisgekrönt und bis heute gefeiert, dreht sich bei Pirates! alles um die Piraterie. Doch im Gegensatz zum meist actionreichen Ansatz, motivierte bei Pirates! vor allem das komplexe Spielsystem. So konnte man als Piratenkapitän andere Schiffe zum Plündern aussenden und Städte wie auch Schiffe überfallen. Doch viel spannender war das Feature, sich durch erfolgreiche Raubzüge die Gunst der vier Großmächte England, Holland, Spanien und Frankreich zunutze zu machen.

Ferner winkten bei erfolgreicher Piratenkarriere neben Reichtum auch Adelstitel und sogar eine schnuckelige Gouverneurstochter. Wer eine Pause zum pulverdampfgeschwängerten Piratenalltag brauchte, hatte die Möglichkeit, seinen Reichtum durch friedfertigen Handel zu mehren.

Eine weitere Besonderheit war, dass sich die Spielwelt auch abseits eurer Aktionen weiterentwickelte und ihr dank politischer Schwankungen sowie plötzlich auftauchender Ereignisse – wie Kriegsschiffe oder Wetterumschwünge – ständig mit unberechenbaren Situationen konfrontiert wurdet.

Die stimmungsvollen Standbilder, Seeschlachten, die legendären Degenduelle gegen feindliche Kapitäne sowie die atmosphärische, klassische Musikuntermalung runden das Spiel ab und machen es bis heute zum Must-Have-Titel für PC- und Konsolen-Freibeuter.

DONKEY KONG COUNTRY 2 – DIDDY’S KONG QUEST (1995 – SNES)

Als Rare 1994 den ersten Teil der SNES-Trilogie rund um die Kongs veröffentlichte, konnte man kaum glauben, was grafisch auf der betagten 16-Bit-Hardware des SNES mit speziellen Verfahren möglich war. Und nicht nur das, die Spielbarkeit und das Leveldesign brauchten sich nicht hinter den Mario-Titeln zu verstecken. Die logische Konsequenz war, dass sich der Titel prima verkaufte und auf diesen noch zwei Sequels folgten. Teil 2, um den es hier geht, ist bei den Fans des Kong-Universums der beliebteste der Reihe. Alles ist in Piratenthematik gehalten, wie etwa Gegner und Endgegner mit Dreispitz, Holzbeinen und Säbeln. Von der Bucht geht es über Lavaseen, hin zu einem Vergnügungspark – inklusive spaßiger Achterbahnfahrt –, und am Schluß wird standesgemäß dem fiesen King K. Rool ein Holzbein gestellt. Das alles ist stilvoll und sympathisch präsentiert. Und auch, wenn das Spiel insgesamt Spaß machte, war doch nicht jeder Level einfach zu meistern. Wohl dem, der – wegen Speichermöglichkeit – Wrinkly Kong einen Besuch in der Schule abstattete. Und nach der Befreiung von Donkey Kong aus den Klauen von King K. Rool ist noch lange nicht Schluss: Die Jagd nach Münzen und den Extra-Leveln motiviert auch nach Beenden der Story ungemein zum Weiterspielen.

OVERBOARD! (1997 – PLAYSTATION)

Wer das dreckige Piratenleben in einer sympathisch-bunt-naiven Darstellung erleben mag, ist hier richtig an Bord. Hier gilt es, den Widersacher Blowfleet um seinen großen Schatz zu erleichtern. Auf dem Weg zu ihm manövriert man seine Schaluppe – gefühlt – durch die sieben Weltmeere, um ihm am Ende eins vor den Bug zu geben. Apropos Gegnerbewältigung: Das eigene Schiff entpuppt sich mit (unter anderem) Bordkanone, Minen, Blitzschüssen und Flammenwerfern ausgestattet als Alleskönner, um im Kampf gegen andere Schiffe, schießwütige Türme und Seeungeheuer bestehen zu können. Nett eingebaute Logikelemente fügen sich gut ein. Dieses Spiel wird zwar nicht jedermann zur Wasserratte machen, aber ein Blick durch das Fernrohr darauf ist durchaus nicht verkehrt.

Affeninsel

„Hallo! Mein Name ist Guybrush Threepwood und ich will Pirat werden.“ So – und nur so – beginnen Abenteuer, die eine ganze Generation von Spielern in Entzücken versetzte. Und das zu Recht. Lüpfen wir die Augenklappe und werfen wir mit beiden Augen nun einen genaueren Blick auf die drei Abenteuer dieses sympathischen Glücksritters.

THE SECRET OF MONKEY ISLAND (1990 – AMIGA, PC)

Wer vertrieb sich nicht gerne die Zeit in der Scumm-Bar, ließ sich aus einer Kanone in die Luft schießen oder übte sich in Beleidigungsduellen? Diese und noch viele weitere ikonische Momente machen The Secret Of Monkey Island zum Pflichttitel für jeden Möchtegern-Piraten, der in keiner Aufzählung von Piratenspielen fehlen darf. Man merkt dem Abenteuer an, dass Lucasfilm Games und Ron Gilbert sich einige Gedanken gemacht und die SCUMM-Engine sinnvoll verbessert haben. Außerdem hat das Spiel technisch weitaus mehr auf dem Kasten als die früheren Spiele der Softwareschmiede. Um den untoten Piraten LeChuck zu besiegen und die Liebe von Elaine gewinnen zu können, bedarf es einiges an Köpfchen, Geschick und Beleidigungskünsten. Ein Fest für all jene, die ihren Hering gerne roh verspeisen. Wohl bekomms!

MONKEY ISLAND 2: LECHUCK’S REVENGE (1991 – AMIGA, PC)

Die Fortsetzung, welche ein Jahr nach dem ersten Teil erschien, schließt nahtlos an den Vorgänger an. Wie es sich für einen Bösewicht wie LeChuck gehört, lässt dieser seine Niederlage aus dem ersten Teil nicht auf sich sitzen. Dank Largo LaGrande, seinem Neffen, mit dem man anfangs auf Scabb Island Bekanntschaft machen darf, weilt LeChuck wieder unter den Lebenden und schwört Rache. Guybrush ist auf der Suche nach dem Schatz Big Whoop und im Verlaufe des Abenteuers treffen die beiden Kontrahenten schließlich aufeinander, was in einem überraschenden Finale mündet – und den einen oder anderen Spieler beim ersten Mal verwundert und mit einigen Fragen zurückließ.

Monkey Island 2 war mehr von all dem, was den ersten Teil ausmachte: größer, witziger und technisch ausgereifter. Auch die nachfolgenden Teile wurden durchwegs positiv aufgenommen, den Kultstatus der beiden ersten Teile konnten diese allerdings nie erreichen.

THE CURSE OF MONKEY ISLAND (1997 – PC)

Schon das stimmungsvolle Trickfilm-Intro samt glasklarem CD-Sound sorgte bei The Curse Of Monkey Island für einen atmosphärischen Einstieg und ließ Schreibtisch-Piraten mit offenem Mund auf den VGA-Monitor starren.

Neben dem bewährten SCUMM-System wurde auch der von Full Throttle bekannte kontextsensitive Cursor übernommen. Dergestalt gerüstet ging es gleich nochmals dynamischer auf eine ebenso motivierende wie schräge Jagd nach der lieblichen Elaine, die von Erzfeind Le Chuck in eine goldene Statue verwandelt worden war.

Dank der gestochen scharfen Zeichentrick-Grafik samt großer Sprites und bezaubernder Hintergründe sowie der – wie bei LucasArts-Produktionen gewohnt – hochwertigen Synchronisation rätselte, kämpfte und lachte man sich durch ein großartiges Piraten-Abenteuer. Trotz der aufwändigen Synchro musste ein besonderer Gag der US-Fassung gestrichen werden, da die Stelle im Spiel, in der Guybrush seiner Mannschaft das Singen des Liedes „A Pirate I Was Meant to Be“ verbieten will, aufgrund der englischen Reime und somit des Wortwitzes nicht passend übersetzt werden konnte.

Dennoch erbeutete LucasArts‘ Klamauk-Pirat auch mit seinem dritten Abenteuer die Herzen der Fans sowie großartige internationale Kritiken in der Fachpresse.

Mit Prügel um die Welt

Diese Überschrift ist ein Insider für die South-Park-Fans unter unseren Lesern. Ganz im Stile von Russell Crowe, der in seiner fiktiven Show mit seinem Freund Tucker, einem lebenden Boot, von Gegend zu Gegend reist, um dort Leute zu verprügeln, gibt es Piratenspiele, bei denen sich der Spieler mit Faustkampf, Säbelkunst und dergleichen durch die Gegnerschar pflügen darf. Und das Ganze ohne das Lesen von Landkarten!

CAPTAIN SILVER (1987 – ARCADE, NES, MASTER SYSTEM)

Lange vor den Caveman Ninja und anderen erfolgreichen Spielen schickte Data East 1987 den jungen Abenteurer Jim auf die Suche nach dem Piratenschatz des Captain Silver. Die Jagd nach dem Schatz führte über sechs Stages und neben Hüpfeinlagen galt es natürlich auch, Kämpfe zu bestehen sowie durch gesammeltes Gold Extras wie Schnelligkeit oder temporäre Unverwundbarkeit zu erwerben. Zahlreiche Feinde – unter anderem aus der Tierwelt – stellten sich Jim in den Weg: Neben blutrünstigen Piraten musste Jim seinen Säbel auch gegen Katzen führen.

Doch einen unsympathischen Katzen-Killer zu spielen war wohl noch nicht Skandal genug, und so schrien vor allem US-Schatzsucher empört auf: Die 1988 von Sega programmierte Portierung fürs Master System hatte nämlich in der japanischen und europäischen Fassung zwei Level mehr, die in der US-Fassung fehlten.

Trotz fehlender Piratenschiff- und Höhlen-Stage mussten aber auch amerikanische Master-System-Spieler zustimmen, dass Sega einen astreinen Arcade-Port des Data-East-Automaten abgeliefert hatte. Schöne Animationen, flüssig scrollende Level und riesige Sprites bildeten einen feinen Vorgeschmack auf die Mega-Drive-Ära. Die NES-Fassung bot weniger Animationen sowie eine abgespecktere Farbpalette, und flackerte im Vergleich zur sauber programmierten Master-System-Fassung häufiger.

Captain Silver ist auch heute noch vor allem für Master-System-Spieler ein toller Shinobi-Klon mit Piraten-Vibe und dürfte aufgrund der Thematik sowie des günstigen Anschaffungspreises für Sammler interessant sein.

CUTTHROAD ISLAND (1995 – SNES, MEGA DRIVE, GAME BOY, GAME GEAR)

Schon lange vor der Zeit eines gewissen Captain Jack Sparrow gab es Versuche, das Piraten-Genre auf der großen Leinwand wiederzubeleben. Und wie es nun mal so in den 90ern in war, bekam jeder noch so grottige Film die entsprechende Videospielumsetzung. Cutthroad Island lässt zu Beginn des Spieles die Wahl zwischen zwei Charakteren, nämlich der toughen Piraten-Lady Morgan Adams und dem Abenteurer William Shaw. Beide jagen den Kartenfragmenten eines Piratenschatzes hinterher und rächen natürlich nebenher Morgans Vater, der vom fiesen Piraten Dawg ermordet wurde. Und sie beide bedienen erfolgreich das Klischee, dass Filmumsetzungen zu dieser Zeit meistens hingeschluderter Machwerke waren.

Wie in den meisten Acclaim-Filmumsetzungen steuert man die säbelschwingenden Charaktere durch mäßig ansprechende 2D-Stages. Vom Spielprinzip ist Cutthroad Island ein Brawler, und so latscht ihr entweder alleine oder mit einem anderen Couch-Piraten durch die langweilig gestalteten Level – und prügelt euch auf mehreren Ebenen mit Klon-Gegnern, die auf euch einstürmen. Trefft ihr auf einen Boss, kämpft ihr mit dem Endgegner dann plötzlich auf einer Ebene, was dank unbegrenzter Munition (des Bosses) und nur einem Wurfmesser (des Spielers) zu einem unfairen Gebolze verkommt. Obwohl man zu Beginn des Spiels zwischen zwei Kampfstilen wählen kann, ändert dies nichts am doch recht überschaubaren Buttonmash-Schwertkampf. Neben dem uninspirierten Spielablauf stößt vor allem auch der unfaire Schwierigkeitsgrad sauer auf. Vor allem der Loren-Level dürfte bei vielen Spielern für massiven Frust gesorgt haben. Unter dem Strich bleiben damit recht flüssig und schön gepinselte Charaktere, die sich durch ein ebenso langweiliges wie unfaires Abenteuer kloppen. Somit gehört dieses Machwerk zwar nicht unbedingt in die Sammlung, aber definitiv in unsere Auflistung von Piratenspielen.

TOP HUNTER: RODDY & CATHY (1994 – NEO GEO)

Da sich die Blütezeit der 2D-Zweikampfspiele 1994 langsam dem Ende zuneigte, entschied man bei SNK, ein bisschen Abwechslung ins handkantenlastige Portfolio zu bringen. Herausgekommen ist ein scrollender, quietschbunter Arcade-Spaß, der euch mit putzigen Kopfgeldjägern Jagd auf schrullige Space-Piraten machen lässt. Wahlweise als Roddy, Cathy oder am Besten im Zweispieler-Modus hüpft, prügelt und ballert ihr euch durch wunderschöne Level. Ganz konnten die Jungs von SNK ihre Beat-‘em-up-Wurzeln dann allerdings doch nicht verbergen, und so geht es auf zwei Ebenen hauptsächlich mit euren Fäusten gegen Piraten, allerlei Getier und Mutanten. Eine weitere Besonderheit ist die Tatsache, dass man ähnlich der Thunderforce-Serie die Planeten zu Beginn frei anwählen und somit den Einsatzort bestimmen kann. Waffenpuristen schluckten schwer, denn obwohl euch die Weltraumpiraten mit Gewehren und sogar Kampf-Mechs einheizten, gab es gerade mal eine magere Knarre (und die hatte auch nur wenig Munition).

Leider fiel das Spiel trotz toller Technik und Spielbarkeit bei vielen Neo-Geo-Fans damals durch: Vier magere Stages sowie die überschaubare Palette an Gegnern verpassten den vom Action-Inferno Last Resort verwöhnten Neo-Geo-Usern einen Dämpfer. Dennoch stellt Top Hunter: Roddy & Cathy aufgrund seines Art-Designs sowie seines Spielprinzips eine Besonderheit im Line Up des Neo Geo dar, und da wir uns mit fiesen Space-Piraten kloppen, muss es auch in unsere Liste. Passt doch, oder?

Am Haken

Steven Spielberg brachte 1991 mit Hook einen großartigen Kostümfilm ins Kino, aber trotz hochkarätiger Star-Riege und aufwendiger Trickeffekte wurde der Film rund um einen gealterten Peter Pan und seine holzbeinige Nemesis leider kein Erfolg. Im Zuge einer derartigen Hollywood-Produktion durfte natürlich das entsprechende Computer- und Videospiel zum Film nicht fehlen – und so wurden neben den Arcades die gängigen Heimcomputer sowie Konsolen bedacht. Damit hat Hook mit gefloppter Filmvorlage samt zugehörigem Spiel schon zwei Gemeinsamkeiten mit Cutthroad Island.

HOOK (1992 – AMIGA, ATARI ST, DOS)

Während Filmadaptionsspezialist Ocean auf dem C64 seine bei Filmumsetzungen altbewährte Jump-‘n‘-Shoot-Formel anwandte, begaben sich der Publisher samt Entwickler der Amiga-, Atari- und DOS-Fassungen in fremde Gewässer, indem sie Peter Pan durch ein Point-and-Click-Adventure reisen ließen. Dabei nahm man sich ebenso dankbar wie frech des großen Vorbildes Monkey Island an, ohne allerdings dessen Klasse in irgendeiner Form zu erreichen. Ausgestattet mit ansehnlicher Grafik, dem an das SCUMM-System angelehnten Interface oder dem ruckelfreiem Scrolling – die Action-Profis von Ocean gaben sich bei ihrem Adventure-Debüt sichtlich Mühe. Das Säbelduell mit den kalauernden Lucas-Arts-Piraten verlor Ocean trotz guter Kritiken aber, und so behielten Guybrush Threepwood und seine Crew die Oberhand im Point-and-Click-Genre.

HOOK (1992 – GAME BOY, SUPER NES, MEGA CD, GAME GEAR)

Auf den Konsolen gab es anfangs der 90er einen großen Bedarf an Jump ’n’ Runs und Jump ’n’ Shoots, den auch Hook bediente. Kurioserweise lieferte Sony Imagesoft dank Entwickler Ukiytei Company auf den Konsolen ein ebenso farbenprächtiges wie motivierendes Jump ’n’ Run ab. Die 16-Bit-Fassungen unterschieden sich nur geringfügig voneinander: Die Super-Nintendo-Version bot mehr Farben und einen tollen Soundtrack, die Mega-CD-Fassung verschaffte sich zumindest beim orchestral eingespielten John-Williams-Score einen akustischen Vorteil. Nach Hook sollte Sony Imagesoft mit Skyblazer noch einen weiteren Jump-’n’-Run-Hit landen, ehe man sich mit Nintendo verkrachte und die PlayStation ersann.

HOOK (1992 – ARCADE)

Für die Spielhalle durfte niemand geringeres als R-Type-Erfinder Irem das Hook-Spiel stellen, die sich für das damals in den Arcades populäre Brawler-Genre entschieden. Diesmal hatte der Arcade-Pan zudem seine Lost Boys im Schlepptau. Denn neben Peter konnte im Auswahl-Screen noch zwischen drei Lost Boys gewählt werden und natürlich ging es auch im Zweispieler-Modus zur Sache. Somit durfte dann in den Stages ordentlich Piraten vermöbelt werden und obwohl – oder gerade weil – der typisch „dreckige“ Irem-Look zurückgefahren wurde, fing das Spiel die Piraten-Atmosphäre gut ein.

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